Schwacher Auftritt, trotzdem zwei Punkte
- vor 2 Tagen
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Schwacher Auftritt, trotzdem zwei Punkte - Ein Sieg der individuellen Qualität
Am Sonntagnachmittag stand, nach einem Auswärtssieg des Willens in der Vorwoche, das Heimspiel gegen den RSV Altenbögge-Bönen 3 an. Die Gäste, eine von vier akut abstiegsgefährdeten Mannschaften in der Kreisliga, waren dem Trainerteam als eine Mannschaft mit viel Erfahrung, aber klaren konditionellen Defiziten bekannt. Daher war der klar formulierte Anspruch, den Gegner durch konsequentes Ausspielen der eigenen Tempovorteile früh in die Schranken zu weisen.
Die Anfangsphase begann sehr vielversprechend, die Mannschaft setzte die von Trainer Müller-Rudolph formulierten Ideen konsequent um und konnte so in der zehnten Spielminute einen deutlichen Vorsprung von 6:1 erzwingen. Die Tore fielen in dieser Phase zumeist, da man das behäbige Rückszugsverhalten der Gäste auszunutzen wusste und die Aktionen bis zur klaren Wurfchance ausspielte. Nach einem verworfenen Siebenmeter und einer gut gewählten Auszeit der Gäste ließ man dann allerdings locker; die Umschaltszenen wurden weniger konsequent genutzt, es schlichen sich Unkonzentriertheiten in das Angriffsspiel ein und in der Deckung war man nicht mehr in der Lage, die nötigen Stoppfouls zu ziehen. So konnten die Gäste durch einen 4:0-Lauf auf nur ein Tor Vorsprung auf 6:5 nach 15 Minuten verkürzen. Auch die restliche erste Halbzeit war weiterhin von Unkonzentriertheiten und mangelnder Konsequenz und Klarheit in den entscheidenden Aktionen geprägt; die Gäste waren mehrfach in der Lage, den Abstand auf nur ein Tor zu verkürzen. In dieser Phase kam auch das Tempospiel in Phasen komplett zum Erliegen, was den erfahrenen Akteuren aus der Nachbarstadt die Chance gab, in einem langsamen Spiel ihre Erfahrung und Abgezocktheit zielführend einzubringen. Am Ende der ersten Halbzeit stand so ein, ob der eigentlich klaren Kräfteverhältnisse ernüchternder Zwischenstand von 16:14 zu Buche.
Nach einer unmissverständlichen Ansprache des Trainers in der Halbzeit war also nur eine mögliche Antwort gegeben: Vollgas! Und das war man in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit, mit Ausnahme des Fehlstarts, der zum 16:15 und damit zum erneuten Anschlusstreffer der Gäste führte, bereit, umzusetzen. So wurde in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit das fahrige Rückzugsverhalten der Gäste wieder konsequent bestraft. Über einen gehaltenen Siebenmeter und einen konzentrierteren Auftritt in der Defensive konnte man so einen 19:14-Vorsprung in der 40. Spielminute erreichen. Dieser Vorsprung von fünf Toren sollte sogar nach 46 Minuten auf einen Acht-Tore-Vorsprung beim Spielstand von 24:16 ausgebaut werden. In der Schlussviertelstunde ließ man jedoch erneut die entscheidende Konsequenz vermissen, sodass die Gäste bis zur Schlusssirene den Vorsprung von fünf Toren beim Endstand von 30:25 wieder herstellen konnten.
Das Trainerteam lässt sich am Ende einer schwachen Leistung zitieren: „Das war ein Spiel, in dem wir nach den wechselhaften Leistungen in den letzten Wochen die Chance gehabt hätten, ein Ausrufezeichen zu setzen. Leider ist uns das nicht gelungen. Am Ende sind wir mit den zwei Punkten natürlich dennoch zufrieden, aber an der Konsequenz im Tempospiel müssen wir dringend arbeiten.“ Aus einer schwachen Mannschaftsleistung ragen Kivitz, der in den wenigen Chancen zeigte, was er für eine Waffe im Umschaltspiel sein kann, und Knafla mit einer erneut makellosen Quote von der Siebenmeterlinie heraus. Weiter geht es am 15.03. in der Gesamtschulhalle in Fröndenberg, wenn das traditionell schwierige Auswärtsspiel beim TuS Jahn Dellwig ansteht. Bis dahin gilt es, im Training alles zu geben, um endlich wieder eine Leistung zu zeigen, die dem Potenzial der Mannschaft gerecht wird.




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