Stark angefangen, stark nachgelassen - am Ende ein knapper Sieg
- sghkamen
- 21. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Zum Rückrundenauftakt stand ein echter Kracher an: Tabellenzweiter gegen Tabellendritter, Spitzenspiel pur. Das Hinspiel war ein am Ende ungefährdeter Sieg mit neun Toren Vorsprung, dennoch war allen bewusst, dass die Viertvertretung des ASV aus Hamm nie zu unterschätzen ist, wie man in den letzten Jahren immer wieder aus erster Hand erfahren musste. In Erwartung eines körperlichen Gegners, der vor allem durch das eigene Tempospiel zu knacken sein würde, schwor das Trainerteam die Mannschaft ein. Personell waren die Vorzeichen nicht ganz ideal; aufgrund der Abwesenheit von Penning stand nur ein Torhüter zur Verfügung. Ebenso fiel Darenberg kurzfristig aus, sodass die Tiefe auf der Kreisläuferposition und insbesondere in der Deckungsmitte nicht ideal war. Dafür konnte in Maaz ein alter Bekannter als Aushilfe gewonnen werden, der sich im Laufe des Spiels als wichtige Waffe erweisen sollte.
Das Spiel begann unterdessen sehr vielversprechend. Durch konsequentes Tempospiel und Durchstoßen auf die Außenpositionen im gebundenen Spiel konnte nach 11 Spielminuten ein überragender Vorsprung von 7:1 erzielt werden. Im Anschluss fanden die Gäste durch eine Auszeit besser ins Spiel; der Vorsprung blieb jedoch erhalten. Am Ende der ersten Halbzeit stand ein starker 14:7-Pausenstand. In dieser ersten Halbzeit stach Schmied mit sieben Treffern hervor. Ebenso war ein gutes Zusammenspiel zwischen Deckungsverbund und Torhüter zu beobachten, was die Hammer immer wieder vor verschiedenste Aufgaben stellte.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte man eine starke Phase zeigen, in der man mit den wuchtig aus der Kabine kommenden Gästen Kopf an Kopf das hohe Tempo mitgehen konnte. So stand es nach 41 Minuten 18:11. Anschließend folgte der komplette Einbruch: In den nächsten 12 Minuten bis zur 53. Spielminute konnte man trotz zeitweiser Überzahl nur ein Tor von der Siebenmeterlinie und ein Tor aus dem Tempospiel erzielen, während sowohl Deckung als auch Torhüter am defensiven Spielfeldende in der Leistung stark einbrachen. Die Konsequenz dieser Schwächephase war ein Spielstand von 20:18. Eine frustrierende Gesamtsituation nach einer in Phasen wirklich starken Leistung, mit der niemand auf Kamener Seite zufrieden sein durfte. Am Ende konnte man in der Schlussphase aber Mentalität zeigen: Durch wichtige späte Treffer von Stremmer und Viets konnte das Spiel mit zwei Toren Vorsprung und einem Spielstand von 23:21 bei Schlusssirene gewonnen werden.
Trotz des starken Gegners, der in der zweiten Hälfte in Phasen klar die schwierigste Aufgabe der bisherigen Saison darstellte, kann man mit der eigenen Leistung insgesamt nicht zufrieden sein. Aufbauen kann das Trainerteam in den nächsten Wochen auf einer überragenden Phase zu Beginn des Spiels, die eindrucksvoll gezeigt hat, was mit dieser Mannschaft möglich ist. Hervorzuheben aus einer gemischten Leistung ist wieder einmal der starke Schmied, der seine aus der Not geborene neue Position als Linksaußen angenommen hat und mit Leistung vorangeht. Mit acht Toren war er der stärkste Schütze im Angriff. Ebenso überzeugte Knafla erneut mit einer makellosen Quote aus sieben Metern Entfernung zum Tor. Auch Viets, der während des Spiels und im Verlauf der Saison mehrfach mit sich haderte, zeigte gerade in den Schlussminuten, wozu er spielerisch und mental imstande ist, und setzte, nicht zuletzt wegen seines wichtigen letzten Treffers, ein Ausrufezeichen. Für den nächsten Einsatz im „Heimspiel“, Spielort ist die Gesamtschulhalle 1 in Kamen, gegen die Nachbarn aus Overberge am 08.02. muss auf der Leistung aus der Anfangsphase dieses Spiels aufgebaut werden.




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